Geschrieben von:Students Stories
Datum:May 28, 2014
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Verkehr und Verzierungen in Kairo

“Überquere die Strasse nicht solange du keine Lebensversicherung hast!” – Das war der Rat meiner Schwester bevor ich nach Kairo gegangen bin und leider musste ich schnell feststellen, dass sie nicht Unrecht hatte!

Als ich ankam ist mein Flughafentransferfahrer auf der falschen Seite vom Parkplatz gefahren und ist demzufolge in die falsche Richtung auf einer Einbachnstrasse gefahren. Erstaunlicherweise ist den Einheimischen wahrscheinlich ihre Mortalität nicht bewusst und sie rennen einfach vor jedes Auto während sie sich Spur um Spur über die Strasse kämpfen. Die Strassen sind einfach zu voll als das man die Strasse mit einem Durchgang überqueren könnte. Damit will ich sagen, dass die Strassenrandmarkierungen hier eher dekorativ gesehen werden. Auf der Ringautobahn von Kairo gibt es zwei Spuren, aber bis zu fünf Autos nebeneinander quetschen sich auf die Autobahnauffahrt!

Durch diesen Verkehr in Kairo ist es unmöglich abzuschätzen wie lange man irgendwo hin braucht. Es herrscht hier den ganzen Tag „Rush Hour“ und Staus sind überall. Um zu den Pyramiden von der Schule aus zu gelangen kann es also dreissig Minuten dauern oder aber über eine Stunde. Man muss einfach die ägyptische Mentalität übernehmen und nicht an Terminpläne denken!

Das Schulpersonal hat mir einen sehr lieben Touristenführer organisiert, der mich zu den Pyramiden begleitet hat. Wir sind ganz früh am Morgen aufgebrochen und in der Luft hang noch der wunderschöne Nebel der Nacht, der sehr atmosphärisch über den Pyramiden aussah. Wir haben den Ausblick über Kairo oder in die andere Richtung über die Wüste sehr genossen. Die meisten Touristen verlassen fluchartig ihren Reisebus, schiessen ein paar Bilder und steigen wieder in den Bus ein. Ich empfehle Ihnen daher ganz um die Pyramiden herumzulaufen. Auf der Rückseite der Pyramiden verfliegt der Alltagslärm und hier sind kaum Touristen. Hier wird es plötzlich ganz ruhig und wenn dann noch auf der einen Seite ein antikes Bauwerk dieser Größe steht und Sie auf der anderen Seite in Wüste blicken, dann ist das ein sehr surreales Erlebnis.

Am Besten kommen Sie in Kairo mit dem Taxi herum, da diese omnipräsent und sehr presiwert sind. Das Personal der Schule hat mir sehr weitergeholfen indem sie mir geraten haben wieviel ich für die Taxifahrten zahlen soll und wie ich den Fahrern am Besten sage wo ich hin will. An meinem letzten Wochenende bin ich mit dem Taxi zum Khan al Khalili Souk in die Altstadt von Kairo gefahren.

Der Markt ist laut und voll von umherwuselnden Menschen und wenn Sie nach einem Souvenir schauen, dann werden Sie hier nicht mit leeren Händen nach Hause gehen. Hier können Sie alles finden: Pashimaschals, Glassornamente, Gewürze und Kräuter, Schmuck und allen anderen Nippes. Die Verkäufer an den Ständen wollen unbedingt ein Geschäft machen und werden Ihnen einfach alles erzählen um Sie vom Kauf zu überzeugen, also machen Sie sich auf viele harmlose Bedrängnisse gefasst.

Ich kann kaum noch aufzählen wie oft ich gefragt wurde: “Woher konmst du?”. Woraufhin ich angefangen habe meine Heimatländer zu erfinden aber mein Lieblingsbeispiel vom Einschmeicheln der Verkäufer war folgender Dialog:

„Wonach schaust du?“

„Nichts“

„Ich habe Nichts, welche Art des Nichts möchtest du haben?“

Miriam