Geschrieben von:Sprachreisen
Datum:May 16, 2016
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Ein kurzer und faszinierender Ausflug nach Québec (Stadt)!

1st-Quebec4Als Französin war ich schon immer von Kanada und seinen französischsprachenden Provinzen fasziniert. Also ich nach Toronto gereist bin, habe ich die Möglichkeit genutzt, um ein Freundin in Québec (Stadt) zu besuchen und mir mein eigenes Bild zu machen.

Eine der beeidrucksten Tatsachen für mich und jeden Franzosen ist meiner Meinung nach der Akzent. Die Quebecker klingen sehr exotisc! Es war etwas Neues, eine andere Sprachweise zu hören und neue Redewendungen und sogar Wörter kennenzulernen. Dieser reizende Akzent lässt die Kanadier unglaublich gastfreundlich und herzlich wirken. Im Grunde  genommen ist dies falsch, weil sie ohnhehin wirklich gastfreundliche und herzliche Menschen sind!

Jede Person, die ich in Québec kennengelernt habe, war hilfsbreit und ich konnte nicht glauben, wie einfach es war, eine Unterhaltung mit einem Fremden zu beginnen. Dies muss besonders hilfreich für diejenigen sein, die daran interessiert sind, Französisch in Québec zu lernen! Die Tatsache, dass ich eine komplette Fremde in dem Land war, hat mir sicherlich in Gesprächen geholfen, da es den Leuten die Möglichkeit gegeben hat, verschiedene Fragen zu stellen und Interesse zu zeigen, da ich keine zwei Worte sagen konnte, ohne dass meine Herkunft durch meinen französischen Akzent verraten wurde! Ich glaube, meine Freundin fand es ebenfalls ziemlich lustig, meinen französischen Slang und Ausdrücke zu hören, die man für gewöhnlich nicht hört, wenn man in Québec lebt. Am ersten Abend meiner Ankunft sind wir zu einer Bar vor Ort gegangen (in der einer ihrer Freunde arbeitet) und haben ein paar lokale Biersorten probiert.

Nachdem wir uns ausgeschlafen haben, sind wir am nächsten Morgen zum Frühstücken in ein Restaurant im amerikanischen Stil mit einigen ihrer Freunde gegangen. Sie hat sich so gefreut, dass ich da war und wollte, dass ich eine wirklich schöne Zeit in ihrer Stadt verbringe! Nachdem wir einige leckere Pfannkuchen mit Ahornsirup und einige „Tournés Crevés“-Eier gegessen haben, haben wir uns auf den Weg gemacht um Québec zu entdecken. Da es bereits dunkel war, als ich am Tag zuvor angekommen bin, sind mir die besonderen Merkmale der Stadt nicht wirklich aufgefallen und da ich bereits einen einwöchigen Aufenthalt in Toronto hinter mir hatte, war ich nicht überrascht, ähnliche Architekturstile und Gitterstraßenplan im Viertel meiner Freundin zu finden. Nach diesen Gemeinsamkeiten hat sich dann eine komplette neue Atmosphähre in Québec offenbart, insbesondere dann, als wir vor den Stadtbefestigungen ankamen.

Quebec1Das historische Viertel der Stadt, die Altstadt, führt Sie direkt ins 17. Jahrhundert zurück und ist eine beeindruckende Erinnerung an Québecs europäische Wurzeln. Wir sind eine malerische Pfalsterstraße zur Spitze des Hügels hinaufgegangen, um das Frontenac Schloss zu bewundern. Diese ehemalige Residenz des britischen Kolonialgouverneurs Québecs ist nun ein beeindruckendes Hotel, das sowohl die ganze Stadt, als auch den St. Lawrence Fluss überragt. Wir sind die Terrasse Dufferin Promenande entlaggeschlendert – einem alten, hölzernen Fußweg, der eine tolle Aufsicht auf den Fluß und die Orleans Insel in der Ferne bietet.

Am Ende dieser beeindruckenden Pormenade gelangt man zu einem äußerst einzigartigen Ort – der Abraham-Ebene. Ich habe noch nie so einen Park gesehen! Dieses große Stück Land ist ein ruhiger und gelassener Zufluchtsort mitten im Zentrum einer lebhaften, weltoffenen Stadt. Das Einzigartige ist, dass man sich beim Eingang zum Park fühlt, als befände man sich ganz oben – sowohl im wörtlichen, als auch im übertragenen Sinne.

In der Weite und um einen herum, konnte man nur den klaren Himmel sehen! In der Mitte des Parks kann man ebenfalls eine uneingeschränkte Sicht auf Québec genießen. Meine Freundin hat mir erzählt, dass die Abraham-Ebene das Zuhause einer der Hauptbühnen des weltbekannten Québec Sommerfestivals war (das steht defintiv auf meiner To-Do-Liste!).

Nun stand noch ein letztes Wahrzeichen auf dem Plan: Das Parlament. Es befindet sich ebenfalls auf dem Parliament Hügel und ist für Geschichts- und Architekturliebhaber definitv einen Besuch wert! Vor diesem stattlichen Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert befindet sich ein reizender Platz, der nach einem langen, klaren Spaziergang zum Entspannen einläd.

Am nächsten Tag hat mir meine Freundin den Montmorency Wasserfallpark gezeigt, der sich nur eine kurze Busfahrt von ihrer Wohnung befindet. Das Wetter war an diesem Tag nicht so gut, aber die Wasserfälle waren dafür umso beeindruckender! Danach haben wir uns dazu entschieden, das öffentlich Aquarium Québecs zu besuchen, was ebenfalls viel Spaß gemacht hat und definitiv etwas für diejenigen ist, die Eisbären, Robben und Kopffüßer mögen!

Am Abend sind wir wegen des Regens zu Hause geblieben und meine Freundin hat entschieden, dass es an der Zeit für mich war, eine kanadische Spezialität aus Pommes frites, brauner Sauce und Frischkäse zu probieren: Poutine. Es mag zwar nicht einer der raffiniertesten Gerichte sein, schmeckt aber sehr gut!

Mein kurzer Ausflug nach Québec hatte sich bereits dem Ende zugeneigt, weswegen ich mich dazu entschieden habe, das Meiste aus meinem letzten Tag in dieser unglaublichen, historischen Stadt herauszuholen! Wir haben Kanadas Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft besucht und ich habe während dieser dauerhafte Austellung in meinem Wissen über kanadische Geschichte aufgeholt. Die andere Austellung zu der Zeit hat die Geschichte von Videospielen und Konsolen zurückverfolgt. Wir wurden in unsere Kindheit zurückversetzt und wir hatten viel Spaß dabei verschiedene Spiele (von Street Fighter bis hin zum neusten Mario Kart) auszuprobieren.

Ich hatte nur noch ein paar Stunden übrig, bis ich in den Zug zurück nach Toronto einsteigen würde. Auf dem Weg zum Bahnhof sind wir am Old Port Famers Mark vorbeigegangen und ich konnte nicht widerstehen, Stände zu besuchen, die unglaublich verführerisches, frisches Obst und Gemüse, Ahornsirupprodukte und verschiedene Kunst- und Handwerksstücke verkauft haben. Mit einem Päckchen Ahorntee in meiner Tasche und einem unwiderstechlichen Gefühl von Nostalgie, habe ich Québec und meiner Freundin Lebewohl gesagt und mir dabei versprochen, eines Tages zurückzukehren.

Margaux