Geschrieben von:Students Stories
Datum:July 22, 2014
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Keine Panik in Barcelona!

Ich denke es ist an der Zeit, dass ich Ihnen, meinen sehr verehrten Lesern und treuen Publikum (ja, ich meine diejenigen, die diesen Artikel wirklich lesen!) etwas über meine Wohnverhältnisse hier in Barcelona erzähle. Wie viele hier, lebe ich in einer WG. Wir sind im Moment zu viert: zwei berufstätige Spanierinnen, eine Französin, die gerade Spanisch lernt um dann bald ein Semester an der Universität Barcelonas absolvieren zu können, und eben ich.

Glücklicherweise spricht das französische Mädchen sehr gut Deutsch- das macht vieles einfacher. Eine der Spanierinnen spricht überhaupt kein Englisch, die Französin kann erst sehr wenig Spanisch und ich verstehe beim Lesen viel mehr als beim Hören. Mit 6 verschiedenen Sprachen (Spanisch, Englisch, Baskisch, Katalanisch, Französisch, Deutsch und ein paar Wörter Arabisch und Italienisch) und ein wenig Körpereinsatz schaffen wir es jedoch überraschend gut uns zu verständigen! Vielleicht werden wir in nächster Zeit nicht gerade über Astrophysik diskutieren, aber wann tut man das schon mit anderen Deutschen?

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang etwas skeptisch gegenüber der Vorstellung war in einer WG zu leben, denn meine einzige Erfahrung damit war ein absolutes Desaster! Ich bin vielleicht auch nicht die Ordentlichste, aber ich schaffe es zumindest mein Chaos auf mein Zimmer zu beschränken- ganz im Gegensatz zu meinen ehemaligen (männlichen) Mitbewohnern. Damals erwarteten mich zuhause regelmäßig Berge von Müll und zahlreiche abgelaufene Lebensmittel im Kühlschrank.

Wenn ich daran zurückdenke, muss ich sagen, dass ich von der Wohnung hier sehr positiv überrascht war. Meine Mitbewohnerinnen sind nett, ordentlich und hilfbereit und auch die Wohnung an sich ist sehr schön. Wir haben eine Küche mit Waschmaschine (was für ein Luxus!), ein Bad (mit Badewanne!), vier Schlafzimmer und ein Wohn- und Esszimmer. Von dem Esszimmer aus gelangt man außerdem zum Highlight der Wohnung- dem Balkon mit Blick auf große Teile der Stadt. Da unsere Wohnung im achten Stock liegt, kann man von hier die Sagrada Familia, den Torre Agbar und sogar das Meer sehen!

Was ich Ihnen nur immer wieder sagen kann: es wird schon alles klappen! Wenn Sie, so wie ich, auch dazu neigen sich unendliche Gedanken zu machen über alles, das schiefgehen könnte, dann ist es jetzt an der Zeit damit aufzuhören!

Ich habe mich weder verlaufen, noch bin ich in einer schrecklichen Wohnung gelandet. Und zögern Sie bloß nicht, eine fremde Sprache zu benutzen. Vielleicht sprechen Sie noch nicht perfekt, aber wenn wir mal ehrlich sind, schaffen die meisten von uns es selbst in ihrer Muttersprache regelmäßig komische Dinge von sich zu geben. Die Leute werden sich freuen, dass sie es zumindest versuchen und Sie wissen ja: Übung macht den Meister!

Also, packen Sie Ihre Sachen und machen Sie sich auf den Weg! Vielleicht ja sogar nach Barcelona.

Katherine